Gottes Plan zur Segnung der Meschheit

Bundesopfer

 

„Wo ein Testament ist, da muss notwendig der Tod dessen eintreten,
der das Testament gemacht hat. Denn ein Testament ist gültig,
wenn der Tod eingetreten ist.“ – Hebräer 9:16,17

Wade Austin

Tieropfer aus religiösen Gründen gibt es schon frühesten Zeiten. Abel opferte das Beste aus seiner Herde, und Gott nahm sein Opfer an und nicht „die Früchte vom Erdboden“, welche sein Bruder Kain darbrachte. Das Symbol eines Tieropfers deutet sehr deutlich eine starke Verpflichtung, selbst bis zum Tode, an auf der Seite dessen, der das Opfer darbringt. Diese Symbolhaftigkeit setzte sich nach der Flut fort und wurde zu einem Teil der religiösen Riten unter den Völkern und Kulturen, welche von Gott abgeirrt sind.

Gott benutzte dieses Symbol, um seinen Bund mit Abraham zu bestätigen. Vielleicht tat er dies aus dem Grund, weil Abraham vertraut war mit solch einer Bündnisbestätigung aus seiner Erfahrung mit den Völkern um ihn herum. Gott wählte diese Methode aber mehr noch aus dem Grund aus, weil es in einer größtmöglichen Weise die Ernsthaftigkeit des Bündnisses hervorhob. Es gab in jener Zeit noch weitere Möglichkeiten, das Binden von zwei Seiten an einen Bund durchzuführen. Diese schlossen das Händeschütteln ein (Hesekiel 17:18) oder den Schuh ausziehen und denselben überreichen (Ruth 4:7-11) oder das Überreichen von Geschenken (1. Mose 21:27-30), um nur einige zu nennen.

1 Mose 15

Der Bericht darüber, wie Gott seinen Bund mit Abraham durch Tieropfer bestätigte, ist in 1. Mose 15:9-21 zu finden als Antwort auf Abrahams Frage in Vers acht nach einem Zeichen dafür, dass Gott auch das hinausführen wird, was er verheißen hatte. Gott wies Abraham an, eine junge Kuh, einen Stier, einen Widder, eine Turteltaube und eine junge Taube zu nehmen. Abraham wusste, dass dies bedeutete, dass er diese Tiere töten sollte und dass er sie in zwei Hälften zerteilen sollte (ausgenommen die Vögel). Er legte sie in solch einer Art und Weise hin, dass jemand zwischen den Stücken hindurchgehen konnte. Es mag angenommen werden, dass die Vögel nicht geteilt wurden wegen ihrer Größe, aber vielleicht gibt es noch ein tieferes Symbol sowohl in der Art und Weise, wie die Tiere geopfert wurden, als auch in dem Punkt, warum einige von ihnen zerteilt wurden und andere nicht.

Was ist die Bedeutung solcher symbolischer Tieropfer und das Hindurchgehen zwischen ihren zerteilten Körpern? Ganz gewiss zeigt der Tod eines wertvollen Tieres die Verpflichtung einer Person an zum Treusein gegenüber seinem Teil der Übereinkunft, aber das Hindurchgehen zwischen den zerlegten Teilen symbolisiert außerdem die Bereitwilligkeit, selbst zu sterben und zerteilt zu werden, wenn man seinem Bund gegenüber nicht treu ist. Es ist selbstverständlich, dass Gott nicht sterben kann, aber nichtsdestotrotz hat das Symbol das gleiche Gewicht wie Gottes Eid an Abraham, welcher in Hebräer 6:13 beschrieben wurde: „Denn als Gott dem Abraham die Verheißung gab, schwur er, weil er bei keinem Größeren zu schwören hatte, bei sich selbst.“ 

An dieser Stelle ein Gedanke von Jamieson, Fausset und Brown als Ein Kommentar zu dieser Schriftstelle: „Bei Gelegenheiten von großer Bedeutsamkeit, wenn zwei oder mehrere Seiten sich auf einen Vertrag einigen, dann … beachten … sie … dieselbe Vorgehensweise wie Abram … In Übereinstimmung mit diesen Vorstellungen, welche sich seit unvordenklichen Zeiten in das Verständnis der Menschen im Osten eingeprägt haben, ließ sich [Gott] herab, um in einen Bund mit Abram einzutreten … [Abram] fragte nach einem Zeichen, und Gott war es wohlgefällig, ihm ein Zeichen zu geben, welches er sich gemäß den Vorstellungen im Osten selbst gebunden hat.“

Andere Lektionen

Nachdem die Bedeutsamkeit des ausschlaggebenden Grundsatzes erkannt worden ist, welches in dem Bundesopfer enthalten ist, wie eben beschrieben, mag jemand fragen: „Gibt es noch andere Lektionen zu lernen aus den Einzelheiten, welche in dem Bericht aufgezählt werden?“ Gibt es eine vorbildliche Bedeutung der Gesamtzahl der Stücke, durch welche „ein rauchender Ofen (Schmelzofen) und eine Feuerflamme“ hindurch fuhr (1. Mose 15:17)? Stellen die Flamme und der Ofen wichtige Lektionen dar? Warum wurden die Vögel nicht getrennt? Ist der Bund mit Abraham vorbildlich von einem größeren Bund, und sind die Einzelheiten der Opfer, welche den Bund bestätigen, vorbildlich von einem anderen großen Bund?

Eine Verpflichtung, getötet zu werden für den Fall des Nichterfüllens eines Versprechens oder eines Bundes, gab es auch beim Schließen des Gesetzesbundes, wie es in 2. Mose 24:3-8 beschrieben wird. In diesem Beispiel wurde das Blut des geopferten Tieres auf diejenigen gesprengt, welche versprochen hatten, dem Bund gegenüber gehorsam zu sein. Dies galt als ein Zeichen dafür, dass der Tod von ihnen gefordert wird, wenn sie gegenüber ihrem Versprechen nicht treu sind. Der Tod des Tieres zeigte die Folge des Ungehorsams. Aber in diesem Fall ist es das Besprengen mit dem Blut, welches diejenigen kennzeichnet, auf welche es angewendet wird, so dass sie nicht zwischen den Teilen eines geopferten Tieres hindurchgehen müssen. Es schattet auch das größere Opfer Jesu ab, welches einen neuen und besseren Bund als den Gesetzesbund bestätigt (Hebräer 9:14-22).

Andere symbolische Bilder in 1. Mose 15

Gott wies Abraham an, fünf Tiere zu töten. Fünf ist ein Bild der Neuen Schöpfung, wie zum Beispiel bei den fünf weisen Jungfrauen (und ihren Begleiterinnen, die in derselben Anzahl vorhanden sind – sechs weitere Beispiele dafür, wo die Zahl fünf als ein Bild der Neuen Schöpfung vorkommt, werden in dem Herald, November/Dezember 2004 beschrieben). In gleicher Weise scheint 1. Mose 15 ganz besonders auf den geistigen Samen Abrahams Bezug zu nehmen. Gottes Anweisung an Abraham, fünf Tiere zu töten, ist auf diese Weise symbolisch folgerichtig. Weitere Beweise dafür, dass es sich in dieser Bibelstelle vorrangig um den geistigen Samen handelt, werden in Folgendem angezeigt:

1)      Abraham war besorgt wegen dem Ausbleiben eines Samens. Gott bestätigte ihm, dass er den verheißenen Samen hervorbringen wird, welcher sich später als Isaak herausstellte, welcher die Herauswahl darstellt (1. Mose 15:4; Galater 4:28).

2)      Als Gott dem Abraham antwortete (1. Mose 15:5), erwähnte er die „Sterne des Himmels“, aber nicht den „Sand des Meeres“ oder den „Staub der Erde.“ Gott sagte ganz besonders: „Blicke doch zum Himmel hinauf und zähle die Sterne, wenn du sie zählen kannst! Und er sprach zu ihm: Also wird dein Same sein!“ Wir schließen daraus, dass diese Schriftstelle sich auf den geistigen Samen bezieht.

3)      In 1. Mose 15:13 informierte Gott den Abraham darüber, dass sein Same 400 Jahre lang durch die Ägypter bedrückt werden wird, bevor er das verheißene Besitztum erlangt. (Nachdem Ismael und Hagar hinausgeworfen worden waren, wurde Ismael als ein Ägypter betrachtet – 1. Mose 16:1; 21:9,21.) Etwa 400 Jahre später verließ Israel Ägypten und ererbte in Folge dessen das verheißene Land. Aber es gibt möglicherweise noch eine tiefere geistige Bedeutung. Wenn man 400 Jahr mal 360 Tage mulitpliziert (die Länge eines prophetischen Jahres), ist das Resultat 144.000 Tage. Dies ist eine Zahl, welche in Offenbarung 7:4 und 14:1,3 für die Herauswahl gebraucht wird.

4)      Die 400 Jahre stellen einen Zeitabschnitt der Prüfung, der Erprobung und der Entwicklung dar. In diesem Fall repräsentiert er das Evangeliumszeitalter der Erprobung für die Geheiligten dar, dem geistigen Samen Abrahams. Der Zeitabschnitt endet mit dem Auszug, einem Ergebnis der von Gott durch Mose gesandten Plagen. Ebenso endet das Evangeliumszeitalter mit den sieben letzten Plagen aus der Offenbarung. Weil es 430 Jahre sind zwischen dem Eintritt Abrahams in das Land im Alter von 75 Jahren und dem Auszug, begannen diese 400 Jahre ganz offensichtlich, als Abraham 105 Jahre alt war, fünf Jahre nach der Geburt von Isaak. Es ist möglich, dass der Zeitpunkt war, als Ismael am Spotten war, weil Isaak entwöhnt wurde. Es stellt die jüdische Verfolgung der Herauswahl dar am Anfang des Evangeliumszeitalters (vergleiche 1. Mose 21:8,9; Galater 4:29). Auf diese Weise begannen die 400 Jahre mit einer Begebenheit, die den Anfang des Evangeliumszeitalters vorschattet, und sie endeten mit einer Begebenheit, die das Ende des Evangeliumszeitalters darstellt.

5)      Die Feuerflamme repräsentiert die göttliche Gegenwart. Der brennende Ofen (Schmelzofen) stellt die Prüfungen und Schwierigkeiten dar, welche Israel in Ägypten erlebte (vergleiche mit 5. Mose 4:20 und Jeremia 11:4). Auf geistiger Stufe stellt die Feuerflamme die Gegenwart Jesu inmitten der Herauswahl dar (vergleiche mit Offenbarung 1:14,15: „Seine Augen wie eine Feuerflamme“, indem Jesus mitten durch die Herauswahl hindurchgeht, wie dies durch die Tieropfer in 1. Mose 15 vorgeschattet worden ist). Der brennende Ofen repräsentiert die reinigenden Prüfungen und Schwierigkeiten für die Herauswahl dar.

6)      Das Ende des Kapitels listet zehn Völker auf, welche Israel unterstellt werden. Dies scheint die Welt der Menschheit darzustellen (zehn ist eine irdische Zahl), welche von den Heiligen ererbt werden wird (Daniel 7:27). Beachte auch Jesaja 53:12, wo Gott die Beute mit Jesus teilt und Jesus dieselbe mit der Herauswahl.

Kuh, Stier, Widder

Die junge Kuh, der Stier und der Widder werden in anderen Bibelstellen benutzt, um in dieser Reihenfolge Reinigung, Versöhnung und ein annehmbares Opfer (Brandopfer) anzudeuten. Besondere Texte zur Betrachtung beziehen 4. Mose 19:17 und Hebräer 9:13 für die junge Kuh mit ein, 3. Mose 16:15,18 für den Stier und 3. Mose 16:3,5 für den Widder. Insgesamt schatten diese drei Tiere die Erlösung vor (das ist die symbolische Bedeutung der drei). Durch Erlösung kommt die Reinigung, Versöhnung und Annahme.

Das Alter jedes dieser drei Tiere war drei Jahre. Dies verstärkt das Thema der Erlösung. 1. Mose 15 spricht auf allen drei Ebenen – durch die Zahlenwerte, die Art und Weise und durch das Alter der Tiere – von der Erlösung der Herauswahl.

Turteltaube, junge Taube

Die Zahl fünf setzt sich zusammen aus 2 + 3. Diese zwei Zahlen repräsentieren entsprechend den Heiligen Geist und die Erlösung. Vielleicht symbolisieren die zwei Vögel (eine Turteltaube und eine junge Taube) den Heiligen Geist, und die drei größeren Tiere symbolisieren die Erlösung.

Auf diese Weise symbolisieren Gottes Anweisungen zusammen mit Abrahams nächtliches Gesicht die Art und Weise, in welcher Gott seinen Plan zur Segnung aller Menschen hinausführen wird. Was für eine großartige Bestätigung von Gottes Verheißung wurde auf diese Weise dem Abraham zuteil als Antwort auf seine Frage nach einem Zeichen von Gott. Welch eine gesegnete Zusicherung an uns, die wir des Glaubens Abrahams sind, dass Gott das, was er verheißen hat, auch ganz gewiss durchführen wird.

Übersetzt von Bruder Sven Kruse

MEIN MORGENENTSCHLUSS

Ich wünsche, dass mein erster Gedanke sein möchte: „Wie soll ich dem Herrn alle seine Wohltaten an mir vergelten? Den Becher der Rettungen will ich nehmen und anrufen den Namen des Herrn (um Gnade und Hilfe). Ich will dem Herrn meine Gelübde bezahlen, ja, in der Gegenwart seines ganzen Volkes." (Ps. 116:12-14).

Mich des göttlichen Rufes erinnernd: „Versammelt mir meine Frommen, die meinen Bund geschlossen haben beim Opfer!" (Psalm 50:5), bin ich entschlossen, durch des Herrn gnädigen Beistand, heute als ein Geheiligter Gottes meine Gelübde zu erfüllen und das Werk der Aufopferung des Fleisches und dessen Interessen fortzusetzen, damit ich teilhaftig werden möge des himmlischen Erbteils und der Miterbschaft mit meinem Erlöser.

Ich will mich bestreben, gegen alle einfältig und aufrichtig zu sein. Ich will danach trachten, nicht mir selber zu gefallen und meine Ehre zu suchen, sondern dem Herrn zu gefallen und ihn zu ehren. Ich will vorsichtig sein, den Herrn mit meinen Lippen zu ehren, damit meine Worte allen eine Salbung und ein Segen sein möchten.

Ich will mich befleißigen, dem Herrn, der Wahrheit, den Brüdern und allen, mit denen ich zu tun habe, treu zu sein, nicht nur in großen Dingen, sondern auch in den kleinen Dingen des Lebens.

Im Vertrauen auf die göttliche Fürsorge und Überwaltung aller meiner Interessen zu meinem höchsten Wohlergehen will ich suchen, nicht allein reines Herzens zu sein, sondern auch alle Besorgnis, alle Unzufriedenheit, alle Entmutigung von mir zu weisen.

Ich will weder murren noch mich beklagen über das, was der Herr in seiner Vorsehung zulassen mag. „Im Glauben ihm vertraue, Mag kommen, was da will