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Die gewissen Gnadengaben Davids „Meine Treue und meine Güte werden mit ihm sein [David], und durch meinen Namen wird sein Horn [Autorität] erhöht werden.“ – Psalm 89:24 Richard Evans Viele Jahrhunderte nach seinem bedingungslosen Bund mit dem gerechten Abraham legte Gott einen anderen bedingungslosen Bund vor durch den Propheten Nathan. Es war ein Bund mit David, Israels König, ein Mann nach Gottes eigenem Herzen (1. Samuel 13:14; Apostelgeschichte 13:22). Wie der Abrahamitische Bund wurde er durch einen Eid Gottes vermittelt (1. Mose 22:16-18; Psalm 89:3; 132:11). „Da Gott den Erben der Verheißung die Unwandelbarkeit seines Ratschlusses überschwänglicher beweisen wollte, ist er [hinsichtlich des Abrahamitischen Bundes – Vers 13] mit einem Eid ins Mittel getreten (vermittelt – mesiteuo, Strongs 3315)“ (Hebräer 6:17). Der Bund mit David Gott schwur dem David mit einem Eid, dass die Zukunft von Gottes Volk Israel, Davids Samen, Davids Haus und Königreich, und Davids Thron sicher sind (Jesaja 9:7; 16:5). „Ich [Gott, Vers 8] werde einen Ort setzen für mein Volk, für Israel, und werde es pflanzen, dass es an seiner Stätte wohne und nicht mehr beunruhigt werde … Ich werde deinen Samen nach dir [David] erwecken, der aus deinem Leibe kommen soll, und werde sein Königreich [das des verheißenen Samens, des Messias] befestigen … Und dein Haus und [gemäß der hebräischen Vorsilbe waw kann das Wort „und“ an dieser Stelle auch: aber, sogar, nämlich bedeuten] Königreich sollen vor dir beständig sein auf ewig [das hebräische Wort `olam, #5769, kann an dieser Stelle auch mit: eine Zeitlang, ein Zeitalter bedeuten], dein Thron soll fest sein auf ewig [ein Zeitalter lang]“ (2. Samuel 7:10,12,16). Das Satzgefüge in Vers 16 zeigt an, dass Davids Haus und Königreich ein und dasselbe sind. In den Versen 12,13 und 16 versprach Gott dem David, dass er „sein Königreich befestigen wird.“ David sprach dementsprechend in seiner Antwort auch nur von „Haus“ und nicht von „Königreich“ (2. Samuel 7:18-29). Dies legt den Gedanken nahe, dass für David „Haus“ und „Königreich“ identisch waren. In Übereinstimmung damit werden vier verschiedene Bereiche in Gottes Bund mit David, der mit einem Eid bestätigt wurde, erwähnt: 1) Gottes Volk, Israel (Vers 10) 2) Davids Same, der Messias (Vers 12) 3) Davids Haus, Königreich (Vers 16) 4) Davids Thron (Vers 16). Diese vier Gegenstände sind untrennbar, obwohl sie unterschiedlich sind, denn sie werden „für ein Zeitalter lang befestigt“, das Zeitalter von Gottes zukünftigem Königreich auf der Erde: „Und in den Tagen dieser Könige [dargestellt durch Nebukadnezars Standbild] wird der Gott des Himmels ein Königreich aufrichten, welches ewiglich nicht zerstört werden wird“ (Daniel 2:44). Wie bei dem Bund mit Abraham, ist das schließliche Ergebnis von Davids Bund nicht abhängig von der Gerechtigkeit der Geschöpfe. Er ist bedingungslos. Gegenüber allen unvorhergesehenen Möglichkeiten sind Davids Thron, Davids Haus und Gottes Volk Israel gesichert unter der Herrschaft von Davids Samen (dem Messias). Der Vers 14 in 2. Samuel ist schwierig zu verstehen und wird bei den meisten Übersetzungen nicht richtig wiedergegeben. Eine gute Übersetzung ist die von Farrar Fenton: „Ich [Gott] werde sein Vater sein, und er [Davids Same] wird mein Sohn sein. Er wird den Umherirrenden zu einer Leitung werden; und ich werde ihn dazu veranlassen, die Menschen [die Menschheit] zu korrigieren mit einem Stab, und die Söhne Adams mit einer Berührung“ (2. Samuel 7:14). Auf diese Weise entsprechen die Elemente in Davids Bund denjenigen in dem Abrahamitischen Bund. Er ist nicht nur persönlich und national, sondern ebenso weltweit gültig. Davids Same, der Messias, wird als König und Hohepriester Gottes alle Geschlechter der Erde segnen: „Geschworen hat der Herr [dem David], und es wird ihm nicht gereuen: Du [Davids Same, Hebräer 5:6] bist Priester in Ewigkeit [für ein Zeitalter lang] nach der Ordnung Melchisedek [König und Priester in einem, 1. Mose 14:18]“ (Psalm 110:4). Als gegenbildlicher Melchisedek wird Davids Same die „Söhne Adams korrigieren“ mit der sanften Führung eines Hirten Stabes und der Berührung einer liebenden Hand. Der göttliche Eid Die Ewigkeit von Davids Thron – auf diese Weise auch Davids Königreich mit Gottes Volk Israel – gründet sich auf Gottes Eid, und jener Eid beruht in seiner Heiligkeit: „Ich [Gott] habe einen Bund gemacht mit meinem Auserwählten. Ich habe dem David, meinem Knechte, geschworen: Bis in Ewigkeit [für ein Zeitalter lang] will ich feststellen deinen Samen …[den Messias], und auf alle Geschlechter hin bauen deinen Thron. Sela. … Ewig [ein Zeitalter lang] will ich ihm [David] meine Güte bewahren, und mein Bund soll ihm fest bleiben. Ich will seinen Samen einsetzen für immer [auf ewig, `ad, #5703] und seinen Thron wie die Tage der Himmel … Ich werde meinen Bund nicht brechen und nicht ändern, was hervorgegangen ist aus meinen Lippen. Einst habe ich bei meiner Heiligkeit geschworen: Wenn ich dem David lüge! Sein Same wird ewig [für ein Zeitalter lang] sein, und sein Thron wie die Sonne vor mir. Ewiglich [für ein Zeitalter lang] wird er feststehen wir der Mond; und der Zeuge in den Wolken [der Regenbogen, 1. Mose 9:12-17] ist treu“ (Psalm 89:3,4,28,29,34-37). Gott schwur, dass seine Güte für David, die „gewissen Gnadengaben Davids“, und sein Bund mit David dauerhaft gesichert sind wie die Sonne und der Mond und wie der Regenbogen in dem Bund mit Noah. Davids Haus, Gottes Volk Sacharja sprach auch über diese feststehende Barmherzigkeit für das Haus David, sein Königreich, obwohl Israel halsstarrig und ungehorsam war (Apostelgeschichte 7:51). „Ich [Gott] werde über das Haus [Königreich] Davids und über die Bewohner Jerusalems den Geist der Gnade und des Flehens ausgießen … An jenem Tag [der Zweiten Gegenwart] wird ein Quell geöffnet sein dem Hause Davids und den Bewohnern Jerusalems für Sünde und Unreinigkeit“ (Sacharja 12:10; 13:1). Jeremia beschrieb die Reaktion von Gottes Volk, dem Israel Gottes (Galater 6:16), nachdem sie ihren neuen Geist empfangen haben: „In jenen Tagen [der Zweiten Gegenwart] und zu jener Zeit, werden die Kinder Israel kommen, sie und die Kinder Juda zusammen, fort und fort weinend werden sie gehen und den Herrn, ihren Gott, suchen“ (Jeremia 50:4). „Jene Tage“ folgen auf den Tag der Trübsal Jakobs: „Wehe, denn groß ist jener Tag, ohnegleichen, und es ist eine Zeit der Drangsal für Jakob; doch wird er aus ihr gerettet werden … sie [Jakobs Same] werden dem Herrn, ihren Gott, dienen und ihrem König David, den ich ihnen erwecken werde“ (Jeremia 30:7,9). Dieser Tag der Trübsal Jakobs ist derselbe „Tag“, von welchem Sacharja spricht, der Tag, an welchem ein Quell geöffnet wird „für Sünde und Unreinigkeit.“ Davids Same, Davids Thron An jenem Tag, wenn Davids Same auf Davids Thron regieren wird, wird Gottes Volk errettet und sicher wohnen werden: „Siehe, Tage kommen [die Zweite Gegenwart], spricht der Herr, da ich dem David einen gerechten Spross [Davids Same – Jesaja 61:1-3; Lukas 4:16-21] erwecken werde, und er wird als ein König regieren und Gelingen haben und Recht [Befreiung – das Werk eines Richters ist zu befreien – Richter 2:16,18; Jesaja 33:22; Johannes 5:27-29] und Gerechtigkeit [tsedaqah, #6666 – Gerechtigkeit – Jesaja 26:9] üben im Land [Israel – erets, #776 – Erde, Land, Erdboden]. In seinen Tagen wird Juda gerettet werden, und Israel in Sicherheit wohnen; und dies ist sein [Davids Same] Name, mit dem man ihn nennen wird: DER HERR IST UNSERE GERECHTIGKEIT“ (Jeremia 23:5,6). Unter der Herrschaft von Davids Samen weitet sich Gottes Barmherzigkeit auf das ganze geteilte und zerstreute Haus (Königreich) Davids aus. [Anmerkung: Einige behaupten, dass die Angelsachsen die Nachkommen der zehn „verlorenen“ Stämme seien und auf diese Weise Nachkommen der Verheißungen an Israel. Der Bund mit David, wie er durch Amos (Amos 9:11,12) und Jakobus (Apostelgeschichte 15:16,17) erklärt wird, und die Lehre eines treu gebliebenen Überrestes (Jesaja 1:9; Römer 9:29) schließen solch eine Behauptung aus.] „Ich [Gott] werde sie zu einer Nation machen im Lande, auf den Bergen Israels, und sie werden allesamt einen König [Davids Same] zum König haben; und sie sollen nicht mehr zwei Nationen sein“ (Hesekiel 37:22). Der Prophet beschreibt diese Regierung des Samen Davids, indem er das Bild einer Schafherde und ihres Hirten benutzt: „Denn so spricht der Herr, Gott … Ich will nach meinen Schafen [Gottes Volk in der Diaspora] fragen und mich ihrer annehmen … und sie erretten aus allen Orten, wohin sie zerstreut worden sind am Tage des Gewölks und des Wolkendunkels [Jakbos Dransal, Jeremia 30:5-11] … Und ich werde einen Hirten über sie erwecken, und er wird sie weiden, wie mein Knecht David [Davids Same], der wird sie weiden, und der wird ihr Hirte sein … Und ich werde sie [Gottes irdisches auserwähltes Volk] und die Umgebungen meines Hügels [Zions, Psalm 132:13,14; Offenbarung 14:1] zum Segen machen“ (Hesekiel 34:11,12,23,26). Die Befreiung für Gottes Volk folgt auf den „Tag des Gewölks und des Wolkendunkels“ der Trübsal Jakobs. Nach der Befreiung wird Gott in der Barmherzigkeit, die er ihnen geschworen hat, sein Volk Israel zu „einem Segen machen“ (5. Mose 7:6; Jesaja 45:4; 65:9,22). Die gewissen Gnadengaben Davids Das wiederhergestellte Israel Gottes wird das göttliche Werkzeug sein, um Gottes irdische Schöpfung zu ihrer ursprünglichen Herrlichkeit wiederherzustellen. Dies ist die Barmherzigkeit, die Gott dem David verheißen hat (Psalm 28:6-9; Jesaja 16:5). „Neiget euer Ohr [ihr Knechte des Herrn – Jesaja 43:10; 54:17] und kommet zu mir [Gott] … und ich werde einen ewigen Bund [Neuen Bund] mit euch [sowohl mit dem Haus Israel als auch mit dem Haus Juda – Jeremia 31:31-34] schließen: Die gewissen Gnadengaben Davids“ (Jesaja 55:3). „Einen kleinen Augenblick haben ich [Gott] dich verlassen [Israel]; aber mit großem Erbarmen will ich dich sammeln. Im Zorneserguss habe ich einen Augenblick mein Angesicht vor dir verborgen [Jakobs Trübsal]; aber mit ewiger Güte werde ich mich deiner Erbarmen, spricht der Herr, dein Erlöser. Denn dieses soll mir sein wie die Wasser Noahs, als ich schwur, dass die Wasser Noahs die Erde nicht mehr überfluten sollten; so habe ich geschworen [in dem Bund mit David], dass ich nicht mehr über dich ergrimmen, noch dich tadeln werde. Denn die Berge [weltliche Nationen] werden weichen und die Hügel [falsche Religionssysteme] werden wanken (siehe Anmerkung 1), aber meine Güte wird nicht von dir weichen [Israel] und mein [Neuer] Bund des Friedens nicht wanken, spricht der, der Erbarmen mit dir hat“ (Jesaja 54:7-10). Die Wiederherstellung des Hauses Davids wird die Vollendung der Barmherzigkeiten sein, welche in dem Bund mit David verheißen worden waren, die „gewissen Gnadengaben des Davids.“ „Dass er [Gott] ihn [Jesus, dem Samen Davids] aus den Toten auferweckt hat, um nicht mehr zur Verwesung (siehe Anmerkung 2) zurückzukehren, [in die „gegenwärtige böse Welt“, Galater 1:4] hat er also ausgesprochen: Ich werde euch die gewissen Gnaden Davids [die Segnungen des Neuen Bundes, Jesaja 54:10; 55:3] geben“ (Apostelgeschichte 13:34). Paulus zitierte aus dem Jesajatext, um den Grund dafür zu zeigen, dass Gott Jesus auferweckt hat. Er zeigte, dass die Zweite Gegenwart Jesu nicht die einer körperlichen ist, wie so viele in der Christenheit glauben (Jesaja 9:7; Daniel 12:1; 1. Korinther 15:28; Offenbarung 19:11-15). Jesus versammelt die „Toten in Christus“ (die Herauswahl) „in die Luft“ (1. Thessalonicher 4:16,17). Daher wird er dem natürlichen Auge gegenüber nicht sichtbar sein. „Die Luft“ bedeutet jenen geistigen Bereich, in welchem Satan seit Eden eingeschränkt handeln kann (1. Mose 3:14; 2. Petrus 2:4; Judas 6) und in welchem er solange unsichtbar regieren konnte (Epheser 2:2). Da der Apostel daran glaubte, dass Gott seinen Bund mit David halten wird, sprach er nicht nur über die Gnadengabe für Israel (Lukas 1:54, 68-72; Römer 11:32), die „gewissen Gnaden Davids“, sondern er bete auch um dieselben: „Und so viele nach dieser Richtschnur wandeln werden – Friede über sie und [auch: kai … kai, #2532] Barmherzigkeit über das Israel Gottes“ (Galater 6:16) Die Apostel und die Propheten verstanden die gnadenvolle und barmherzige Befreiung von Gottes Israel als den Vorboten einer Befreiung, die bis an „alle Enden der Erde“ reicht. „Der HERR hat sein Volk [Israel] getröstet, er hat Jerusalem erlöst. Der HERR hat seinen heiligen Arm entblößt [Davids Same, den Messias – Psalm 98:1; Jesaja 51:9] vor den Augen aller Nationen [in der Zeit der Zweiten Gegenwart]; und alle Enden der Erde sehen die Errettung durch unseren Gott [die Errettung der Menschen]“ (Jesaja 52:9,10). „Es spricht der Herr, Gott, der die Vertriebenen Israels [den treu gebliebene Überrest Israels, welcher von Israels Politik verworfen wird] sammelt: zu ihm [dem Überrest], zu seinen Gesammelten [den Untreuen in Israel, Römer 11:26] werde ich noch mehr [den Rest der Menschheit – Apostelgeschichte 15:17] hinzusammeln“ (Jesaja 56:8). Dies ist das Evangelium, welches Abraham gegeben wurde (Galater 3:8), die „gute Botschaft“, welcher Paulus sich nicht schämte (Römer 1:16). „Denn wenn ihre Verwerfung [Israels Verwerfung des Samen Davids] die Versöhnung der Welt ist, was wird die Annahme [Israels Annahme des Samen Davids] anders sein als Leben aus den Toten [für Israel und für die ganze Menschheit]? (Römer 11:15). Das Verwerfen des Samen Davids, Gottes Messias, durch Israel (Römer 9:32,33) führte zu dem Opfer, welches Adam und seinen Samen versöhnt (Römer 5:10-19). Israels Annahme des Messias wird Gottes Ausgießung des „Geistes der Gnade und des Flehens“ (Sacharja 12:10, siehe oben) herbeiführen, die „gewissen Gnadengaben Davids.“ „Ich weissagte so, wie er [Gott] es mir geboten hatte: Und der Odem (ruwach oder ruach, #7307 – Atem, Luft, Wind, Geist) [Geist] kam in sie [„das ganze Haus Israel, Vers 11], und sie wurden lebendig [als eine Nation]“ (Hesekiel 37:10). Die nationale Wiederherstellung Israels wird ein Vorbild sein für die Wiederherstellung aller Menschen – Leben aus den Toten für alle von Gottes menschlichen Geschöpfen. Die Rückkehr der Gnade Gottes zu den Juden offenbart Gottes Barmherzigkeit und Wohlwollen seiner irdischen Schöpfung gegenüber, den „gewissen Gnadengaben Davids“. „An jenem Tag [der Zweiten Gegenwart] wird dieses Lied im Lande Juda gesunden werden: Wir haben eine starke Stadt; Rettung [für die Menschheit] setzt Gott zu Mauern und zum Bollwerk … denn wenn deine Gerichte die Erde (das Land) [Israel] treffen, so lernen die Bewohner des Erdkreises Gerechtigkeit“ (Jesaja 26:1,9). „Und man wird sagen [andere Völker, siehe Vers 34]: Dieses Land [Israel, erets, #776 - Erde, Land, Erdboden] da, das verwüstete, ist wie der Garten Eden geworden, und die verödeten und verwüsteten und zerstörten Städte sind befestigt und bewohnt. Und die Nationen [die gefallene, unvollkommene Menschheit], welche ringsum euch her übrig bleiben werden, werden wissen, dass ich, der HERR, das Zerstörte aufbaue, das Verwüstete bepflanze … also werden die verödeten Städte voll Menschenherden [einer bereuenden Menschheit] sein. Und sie werden wissen, dass ich der HERR bin“ (Hesekiel 36:35,36,38). Die sich daraus ergebende Beziehung Israels mit dem Rest der Menschheit ist die einer Mutter mit ihrem Neugeborenen: „Freuet euch [die Nationen, siehe Vers 12] mit Jerusalem [Israel] und frohlocket über sie, alle, die ihr sie liebet; seid hocherfreut mit ihr, alle, die ihr über sie trauert: Auf dass ihr sauget und euch sättigt an der Brust ihrer Tröstungen, auf dass ihr schlürfet und euch ergötzt an der Fülle ihrer Herrlichkeit. Denn so spricht der HERR: Siehe, ich wende ihr Frieden zu wie einen Strom, und die Herrlichkeit der Nationen wie einen überflutenden Bach, und ihr [die Nationen] werdet saugen [wie ein neugeborenes Kind]; auf den [Israels] Armen werdet ihr getragen und auf den Knien geliebkost werden“ (Jesaja 66:10-12). Es gibt erneut eine Reihenfolge in Gottes Segnung. Der Friede wird zuerst für Jerusalem (Israel) sein „wie ein Fluss“, danach wird die Herrlichkeit der Nationen (der gefallenen, unvollkommenen Menschen) wie die eines „überfließenden Baches“ werden.“ Davids Hütte/Zelt Wenn die Propheten über die „gewissen Gnadengaben Davids“ sprechen, wird anstelle des Wortes „Haus“ das Bild einer „Hütte“ benutzt. Sie benutzten das Wort „Hütte“ häufig in dem Sinne, wie Hiob es gebrauchte: „Er hat sein Haus gebaut wie eine Motte, und [gemäß der hebräischen Vorsilbe waw kann das Wort „und“ an dieser Stelle auch: aber, sogar, nämlich bedeuten] einer Hütte gleich, die der Wächter [eines Weingartens] sich macht“ (Hiob 27:18). Auf diese Weise stellte die Hütte den schändlichen Zustand dar, in welchem Davids Haus (Königreich) gefallen war in der Zeit nach den Regierungen des David und Salomon: „Der Thron [Davids] wird durch Güte aufgerichtet werden; und auf ihm wird im Zelte [`ohel, #168 – Stiftshütte, Zelt. Am besten man benutzt das Wort „Zelt“, um ein Missverständnis mit der mosaischen Stiftshütte zu vermeiden] Davids einer [Davids Same] sitzen in Wahrheit, der da richtet und nach Recht [Befreiung – – das Werk eines Richters ist zu befreien – Richter 2:16,18; Jesaja 33:22; Johannes 5:27-29] trachtet und der Gerechtigkeit kundig ist“ (Jesaja 16:5). Bei einem einzigartigen Treffen des Paulus und Barnabas mit den Aposteln und Ältesten von Jerusalem sprach Jakobus von der „Hütte“ (einem verwüsteten Haus) Davids und der Erfüllung der Verheißungen des Bundes mit David. Beim Zitieren des Propheten Amos machte er auch die Errettung der Menschheit deutlich als eine Folge der Wiederherstellung jener Hütte (jenes Königreiches): „Jakobus antwortete und sprach: … Simon [Petrus] hat erklärt, wie Gott zuerst die Nationen [die nichtjüdische Welt] angesehen hat, um aus ihnen ein Volk zu nehmen für seinen Namen [die Herauswahl, eine himmlische Errettung – 1. Korinther 15:49; Epheser 2:6; Hebräer 3:1; 6:4]. Und hiermit stimmen die Worte der Propheten überein, wie geschrieben steht: Nach diesem [nach dem Herauswählen eines Volkes, Vers 14] will ich [Gott] zurückkehren [zu Israel – 3. Mose 26:44,45; 4. Mose 10:36; 5. Mose 30:3,9; Psalm 6:4; 50:3; 80:3,7,14,19; 90:13; Jesaja 35:4; Jeremia 12:12-15] und [wie Amos geschrieben hat in Amos 9:11,12] will ich [Gott] die Hütte [das Zelt] Davids wieder aufbauen [dieser Wiederaufbau der Hütte Davids deutet die Wiederherstellung von Davids Königreich an – Apostelgeschichte 1:6; 3:21], die verfallen ist, und ihre Trümmer (siehe Anmerkung 3) will ich wieder bauen und sie wieder aufrichten, damit die Übrigen der Menschen [die gefallene Menschheit] den Herrn suchen [durch Israel, Sacharja 8:23], sowie [kai, #2532 – und, nämlich, auch, sowie] alle Nationen, über welche mein Name angerufen wird [diejenigen, welche Gott „suchen“] (Apostelgeschichte 15:13-17). Jakobus zitierte Amos (9:11,12). Die Septuaginta (LXX) benutzend stammen die Worte: „Nach diesem will ich zurückkehren“ (Vers 16) von dem Apostel, jedoch nicht von dem Propheten. Der Ausdruck „nach diesem“ bezieht sich auf den Ausdruck „zuerst“ in Vers 14. Der Ausdruck: „Ich werde zurückkehren“ zitiert Gottes Verheißung durch die Propheten, dass er wieder auf Israel mit Gnade schauen wird, nachdem es „nach Gebühr“ korrigiert worden ist (Jeremia 46:28). Der Zweck seiner Rückkehr wird in Amos Prophetie deutlich gemacht: „An jenem Tag werde ich [Gott] die verfallene Hütte Davids [Israel] aufrichten und ihre Risse (siehe Anmerkung 4) [die Risse in jenem Zelt/jener Hütte – die Teilung Israels in zwei Häuser] vermauern, und ich werde ihre [Davids] Trümmer aufrichten (siehe Anmerkung 4), und ich werde sie [die Hütte/das Zelt – das Königreich] bauen (siehe Anmerkung 4) wie in den Tagen vor alters [die Verheißung des Bundes mit David], auf dass sie [die zwei Häuser Israels, Römer 11:26] den Überrest Edoms (siehe Anmerkung 5) [die Nachkommen Esaus – siehe Anmerkung 6] und [den Überrest] all die Nationen in Besitz nehmen, über welche mein Name (siehe Anmerkung 7) genannt werden wird [diejenigen aus den Menschen, welche zu Gott umkehren], spricht der HERR, der dieses tut. Siehe, Tage kommen [in Gottes zukünftigem Königreich], spricht der HERR, da der Pflüger an den Schnitter und der Traubentreter an den Säemann reichen wird [das Land wird gesegnet sein und Überfluss haben, 3. Mose 26:4,5]; und die Berge werden träufeln von Most, und alle Hügel werden zerfließen [die täuschenden weltlichen und religiösen Einrichtungen werden hinweg genommen worden sein]. Und ich werde die Gefangenschaft meines Volkes Israel wenden … Und [wie dem David verheißen] werde ich sie in ihrem Land pflanzen; und sie sollen nicht mehr herausgerissen werden aus ihrem Land, das ich ihnen gegeben habe.“ – Amos 9:11-15. Mit Davids Same auf dem Thron wird Davids Königreich (Hütte/Zelt) wieder gesammelt und wieder errichtet werden, obwohl dieselbe gefallen und zerbrochen war. Der Prophet sprach alle Einzelheiten des Bundes mit David an. „An jenem Tag“ wird Gott Davids Samen aufrichten, den Messias (Jesus – Markus 10:47; 12:35), und „wie in den Tagen vor alters“ wird er ihm den Thron geben, das Königreich (die Hütte/das Zelt) und Gottes irdisches auserwähltes Volk. Diese Punkte sind voneinander abhängig und nicht voneinander zu trennen. Die Wiederaufrichtung eines von ihnen erfordert die Existenz der anderen. Nachdem Davids Same (Messias) auf dem Throne Davids sitzen wird, wird der „Geist der Gnade und des Flehens“ auf alle kommen, die in Davids Haus (Hütte/Zelt) wohnen, in Davids Königreich (Israel). Die göttliche Gnade wird zu dem Israel Gottes zurückkehren! Jesaja sprach nicht nur von der Wiederherstellung des Königreiches (der Hütte) Davids, sondern auch von seiner Ausdehnung: „Jubele, du Unfruchtbare [Sarah, der Abrahamitische Bund, Galater 4:27], die nicht geboren hat [zu der Zeit der Prophetie], brich in Jubel aus und jauchze [mit Freude, nicht mit Unbehagen, wie Sarah es tat, 1. Mose 16:5-10], die keine Wehen gehabt hat, denn der Kinder der Vereinsamten (Jesaja 62:4; 64:10; Hesekiel 36:35; Klagelied 1:4; Joel 2:3) sind mehr (1. Mose 16:10, 17:20; 21:18) [Hagar, der mosaische Bund, Galater 4:27] als die Kinder der Vermählten [Sarah], spricht der HERR. Mache weit den Raum deines Zeltes, und man spanne aus die Behänge deiner Wohnstätten; spare nicht, mache deine Seile lang und deine Pflöcke stecke fest [an Israel adressiert (Verse 5-8), wie durch Hagar vorgeschattet]. Denn du [Israel, Hagar] wirst dich ausbreiten zur Rechten und zur Linken; und dein Same wird die Nationen [die Übrigen der Menschen – Hesekiel 36:35-38; Amos 9:12; Apostelgeschichte 15:17, und siehe oben] in Besitz nehmen und wird die verödeten Städte bevölkern … du [Israel, Hagar] wirst die Schmach deiner Jugend [die Diaspora] vergessen und der Schande deiner Witwenschaft [den kurzzeitigen Verlust der göttlichen Gnade – siehe Jesaja 54:7-10] nicht mehr gedenken“ (Jesaja 54:1-4). Die Torah der Menschheit Nach dem Hören der wundervollen Worte des Bündnisses offenbart Davids Antwort an Gott, dass er ihre Wichtigkeit verstanden hatte und von Ehrfurcht ergriffen war: „Wer bin ich, O, HERR, Gott? Und was ist mein Haus [Königreich], dass du mich bis hierher gebracht hast? Und dies ist noch ein Geringes gewesen in deinen Augen, O Herr, Gott. Und du hast auch von dem Haus [Königreich] deines Knechtes geredet, dass eine große Zeit für dasselbe kommen wird. Und dies ist die Weise [Torah] [towrah oder torah, #8451 – Gesetz, Anleitung, Belehrung, Leitung] des Menschen [der Menschheit] [`adam, #120 – der Menschheit, des einzelnen Menschen, der Name des ersten Menschen]“ (2. Samuel 7:18,19). Davids erhabene Beobachtung: „Dies ist die Torah der Menschheit“ wird in den meisten englischen (und auch deutschen) Übersetzungen verborgen. In dem einfachsten und wortwörtlichsten Sinn bedeutet der Bund mit David eine erneute Erklärung von Gottes Absicht hinsichtlich der Erschaffung des menschlichen Geschlechts (1. Mose 1:26) und seinem nachfolgenden Bund mit Abraham. Gott hat geschworen, dass mit Davids Samen auf Davids Thron durch Davids Haus (Königreich) das Menschengeschlecht in die „Ebenbildlichkeit“ Gottes umgewandelt werden wird – in eine Schöpfung liebender Wesen. Diese Umwandlung beginnt mit dem Israel Gottes – „den Juden zuerst als auch den Nationen“ (Römer 2:9,10). Dies ist die „Torah der Menschheit“ (2. Samuel 7:19). Übersetzt von Bruder Sven Kruse Anmerkungen: 1) Jesaja 40:4; 40:15. Die Bildersprache des inspirierten Schreibers beinhaltet den Gebrauch des Wortes „Berge“ (Psalm 46:2-6; Jesaja 2:2,3; Daniel 2:35,44) und des Wortes „Hügel“ für Königreiche mit ein. Wie das Alte Testament berichtet, wurden „Hügel“ für den Götzendienst verwendet als Treffpunkt für die Anbetung falscher Götter (2. Könige 16:4; Jeremia 13:27; 17:2). 2) Diaphthora, #1312 – vollständiges Verderben. Eine gesteigerte Form von phthora, #5356. In der Bibel versteht sich „Verwesung, Verderben“ als Gegensatz zu der Unsterblichkeit der göttlichen Natur (Galater 6:8; 2. Petrus 1:4; 2:12,19) und bezieht sich nicht auf den Verfall des natürlichen Leibes. 3) In Amos Prophetie bezieht sich dieser Nebensatz auf Davids Samen und nicht auf seine „Hütte.“ Die LXX gibt den Unterschied im Geschlecht nicht wieder, welcher im Hebräischen vorhanden ist (siehe die nächste Anmerkung). Weil Jakobus bereits von der Herauswahl gesprochen hatte (Vers 14), war ganz offensichtlich der Unterschied nicht bedenklich für sein Argument. So folgte er der LXX ohne Anmerkung. 4) Die Grammatik in diesem Text sollte sorgfältig beachtet werden. Das feminine Plural in der Nachsilbe des Wortes, welches mit „Risse“ übersetzt worden ist, kann sich nur auf die „Hütte“ beziehen, welche feminin ist und auf die Teilung in Davids Königreich hinweist. Daher muss das Vermauern dieser „Risse“ auf das zukünftige Einssein dieser zwei Häuser hinweisen, wovon Hesekiel geweissagt hat (Hesekiel 37:15-28). Die maskuline Nachsilbe des Wortes, welches mit „Trümmer“ übersetzt worden ist, muss sich auf David selbst beziehen und nicht auf seine „Hütte“; die feminine Nachsilbe in der Einzahl des Wortes „bauen“ muss sich auf die Hütte beziehen (das eingerissene/geteilte Königreich). 5) Der Name Edom wurde Esau gegeben, nachdem er sein Erstgeburtsrecht verkauft hatte (1. Mose 25:30). Der Name wurde anschließend auf das Volk angewendet, welches seine Nachkommen waren, und auf ihr Heimatland. 6) Das Besitztum des „Überrestes von Edom“ wird die Erfüllung von Gottes Verheißung an Rebekka sein (1. Mose 25:23; Römer 9:12) und von Isaaks Segnung an Jakob (1. Mose 27:29) und Esau (1. Mose 27:40). Einige meinen, Edoms Unterwerfung durch David war die Erfüllung (2. Samuel 8:14); diese Dienstbarkeit war jedoch nur von kurzer Dauer und nicht ausreichend. 7) Der Ausdruck: „über welche mein Name“ deutet die Bereitwilligkeit des Geschöpfs an, Gottes Allmacht anzuerkennen – das Ziel des zukünftigen Königreiches, Gott „alles in allem“ (1. Korinther 15:28). |