Vorbilder des Alten Testaments

Taufe

„Alle unsere Väter waren unter der Wolke und sind alle durch das Meer hindurch gezogen, und wurden alle auf Mose getauft in der Wolke
und in dem Meer.“ – 1. Korinther 10:1,2

 Die Taufe ist ein Symbol im Neuen Testament, welches im Alten Testament nicht erwähnt wird. Aber der Apostel Paulus zeigt in dem oben angeführten Text, dass sie in den Vorbildern des Alten Testaments dargestellt worden ist.

Paulus Erwähnung von der Taufe ist eine gute Bezugnahme, die einen noch größeren Punkt aufzeigt. In dem ersten Brief an die Korinther gibt Paulus viele Ratschläge. In Kapitel 10 warnt er die Geschwister in Korinth davor, am Götzendienst beteiligt zu sein, wie zum Beispiel durch unachtsame Gemeinschaft mit Heiden in der Teilnahme an heidnischen Festen.

Er baut sein Argument durch den Hinweis auf, dass Israels Taufe in Mose unsere Taufe in Christus symbolisiert. Israels Segnung mit dem Manna vom Himmel repräsentiert unsere Segnung mit dem „lebendigen Brot, das aus dem Himmel hernieder gekommen ist“, nämlich Jesus, der sein Fleisch gab „für das Leben der Welt“ (Johannes 6:51), sowie die damit zusammenhängende geistige Ernährung Tag für Tag durch das Wort Gottes.

Paulus erwähnt das Wasser, welches sie in der Wüste getrunken haben und welches aus dem „geistigen Felsen“ kam, welcher etwas Geistiges vor schattet. Der Felsen stellt Christus dar, welcher geschlagen worden ist, um das Wasser des Lebens für uns hervorzubringen. Es gibt eine andere Begebenheit, welche sich später in der Zeit der Wüstenwanderung ereignete, und welche die zweite Gelegenheit darstellt, bei welcher Christus das Wasser des Lebens für die Welt im Königreich hervorkommen lassen wird. Bei jener Gelegenheit sagte Gott dem Mose, dass er einfach zu dem Felsen sprechen möge als ein Vorbild dafür, dass Christus nicht mehr geschlagen werden muss, um diese zweite Segnung hervorzubringen (2. Mose 17:6; 4. Mose 20:8).

Danach erinnert Paulus die Geschwister daran, dass nach dem Erlangen von Gottes Gnade und Segnung in dieser Art und Weise, „Gott an den meisten derselben kein Wohlgefallen hatte, denn sie sind in der Wüste hingestreckt worden“ (1. Korinther 10:5). „Diese Dinge aber sind als Vorbilder für uns geschehen, dass wir nicht nach bösen Dingen gelüsten“ (Vers 6). Dann kommt er direkt auf den Punkt: „Werdet nicht Götzendiener gleichwie einige von ihnen . . . alle diese Dinge widerfuhren jenen als Vorbilder und sind geschrieben worden zu unserer Ermahnung . . . Darum, meine Geliebten, fliehet dem Götzendienst“ (Verse 7, 11, 14).

 Paulus schließt diesem eine Lektion an von dem Befolgen der Symbole zum Gedächtnis des Todes unseres Herrn. Wir empfangen den Kelch, um daran teilzuhaben. Das Brot erhalten wir ebenfalls, um daran teilzunehmen. Auf diese Weise sind wir zusammen mit unseren Brüdern und unserem Herrn in Gemeinschaft, dessen Opfer wir uns zueigen machen. In ähnlicher Art und Weise waren die Priester im Alten Testament, welche von den Opfern gegessen haben, in Gemeinschaft mit Gottes Anordnungen und seinem Dienst (Verse 15-18).

  Wenn wir daher an heidnischen Festlichkeiten teilhaben würden, selbst wenn wir uns nur an einer Mahlzeit beteiligen würden, würden wir uns niedersetzen, um Gemeinschaft zu haben mit den Heiden und den Dämonen: „Das, was die Nationen opfern, opfern sie den Dämonen und nicht Gott. Ich will aber nicht, dass ihr Gemeinschaft habt mit den Dämonen. Ihr könnt nicht des Herrn Kelch trinken und der Dämonen Kelch; ihr könnt nicht des Herrn Tisch teilhaftig sein und des Dämonen Tisches“ (Verse 20, 21).

 Petrus Bezugnahme auf die Taufe

 Der Apostel Petrus schrieb über ein anderes Bild der Taufe. Zu der Zeit der Flut gab es überall Wasser, soweit das Auge sehen konnte, ebenso unter der Arche und selbstverständlich oben in den Wolken. Die Arche repräsentiert Christus, und die acht geretteten Seelen in der Arche stellen diejenigen dar, welche in Christus gerettet worden sind.

 „Das Gegenbild rettet jetzt auch uns, das ist die Taufe, (nicht ein Ablegen der Unreinigkeit des Fleisches, [wie es mit den Reinigungen des Gesetzes gewesen ist, siehe Hebräer 9:13], sondern das Begehren eines guten Gewissens vor Gott) [die Taufe in Christus reinigt das „Gewissen“, die wahre Person, vergleiche mit Hebräer 9:14] durch die Auferstehung Jesus Christus“ (1. Petrus 3:21).

 Das Vorbild der Errettung erweitert sich noch durch die Ausmaße, welche in 1. Mose 6:15 gegeben werden. Sie war 300 Ellen lang und 30 Ellen hoch. Drei ist die grundlegende Zahl der Versöhnung. Sie war 50 Ellen breit, möglicherweise bezieht sich dieses Maß auf die Berufung der Heiligen während des Evangeliumszeitalters, dem ersten Zeitalter der Errettung, weil fünf die grundlegende Zahl der Neuen Schöpfung ist. Sein Umfang war 700 Ellen lang, möglicherweise die 7.000 Jahre für den gesamten Plan der Erlösung darstellend.

 Fünf Daten

 Fünf Daten kennzeichnen die Erfahrungen mit der Flut (1. Mose 7:11, 8:4,5,13,14). Diese scheinen fortschreitende Meilensteine im Plan der Erlösung darzustellen. Die Daten sind: 

Jahr 600, Monat 2, Tag 17 – die Flut beginnt

Jahr 600, Monat 7, Tag 17 – die Arche ruht

Jahr 600, Monat 10, Tag 1 – die Spitze der Berge wurden sichtbar

Jahr 601, Monat 1, Tag 1 – die Erde ist getrocknet

Jahr 601, Monat 2, Tag 27 – das Verlassen der Arche

Wenn die Arche Christus darstellt, und das Eingehen in die Arche das Kommen in den Christus repräsentiert, dann scheint das erste Datum Pfingsten darzustellen. Danach wurde Christi Opfer für die Herauswahl angewendet, und es begann das erste Zeitalter der Errettung, das Evangeliumszeitalter. Dies ereignete sich im Jahr 33 n. Chr.

 Für die übrigen Daten schlagen wir Folgendes vor: Das Zuruhe kommen der Arche stellt einen bedeutsamen Endpunkt dar am Ende des Evangeliumszeitalters, nämlich die Zweite Gegenwart Christi, beginnend im Jahr 1874. Als Noah Ausschau hielt, sah er immer noch Wasser um die Arche herum. Aber er wusste, dass ein neuer Anfang herbeigekommen war, denn die Arche war zum Stillstand gekommen. In gleicher Weise zeigte ein Blick über die Welt kein besonderes Merkmal als das Ende des Zeitalters. Aber Bibelforscher erkannten, dass sie das Ende der 1.335 Tage aus Daniel erreicht hatten. Die dazwischen liegenden fünf Monate schatten dieses Evangeliumszeitalter vor als eine sehr passende Zeitspanne. Dieselbe Zahl Fünf wurde in Matthäus 25:6 benutzt, wo fünf weise Jungfrauen erwachten und schrieen: „Siehe, der Bräutigam!“

 Die „Spitze der Berge“ erschienen am Beginn des zehnten Monats. Dies ist ein Ausdruck, welcher auch in Jesaja 2:4 und Micha 4:1 benutzt wird in Bezug auf Israel als den Ort für das Königreich Gottes. Vielleicht bezieht sich die Erwähnung im ersten Buch Mose auf die Wiederaufrichtung Israels als ein „Berg“ oder eine Nation unter den Nationen der Welt. Dies ist ein sichtbarer Beweis für die Nähe des Königreiches.

 Am ersten Anfang des neuen Jahres erschien der getrocknete Boden und die Bedeckung der Arche wurde hinweg genommen. Dies stellt die Eröffnung eines neuen Zeitalters durch die Errichtung von Christi Königreich dar. Dann wird die Arche, die Versöhnung in Christus, allem Fleisch geoffenbart werden. Dann wird die Welt die großen Segnungen Gottes wertschätzen, welche für sie beabsichtigt worden sind (vergleiche mit Jesaja 25:7-9).

 Aber die Arche war bis jetzt noch nicht geräumt worden. Dies geschah nicht vor dem 27. Tag im zweiten Monat. Diese zusätzliche Zeitspanne repräsentiert ganz offensichtlich das Königreich Christi. Die Menschheit wird in der Arche bleiben bis zum Ende des Millenniums. Nachdem sie die Vollkommenheit erlangt haben wird, können sie einzeln vor Gott bestehen.

 Monate mit 30 Tagen

 Die Zahlen in dem Bericht zeigen, dass Noah die Monate mit 30 Tagen berechnete. Dies bedeutet nicht, dass Noah nicht wusste, dass die Länge eines Jahres 365 Tage ist. Es war einfach eine Angelegenheit der passenden Kalenderberechnung. Dies war sowohl im alten Ägypten als auch bei anderen Nationen so üblich. Es war die Gewohnheit, fünf eingeschaltete Tage am Ende des Jahres hinzuzufügen, damit das Jahr mit dem Sonnenzyklus übereinstimmte. Dies bedeutet, dass das Evangeliumszeitalter durch die Zeitspanne von 150 Tagen dargestellt worden ist (15 x 10), und das Königreich wird durch eine Zeitspanne von 56 Tagen dargestellt. 15 ist 7 + 8, und 56 ist 7 x 8.

 Die Zahl Sieben symbolisiert wahrscheinlich die himmlische Errettung und die Zahl Acht die irdische Errettung, welche auf die sieben Stufen der Herauswahl folgt. Während dieses Zeitalters ziehen wir einen Vorteil aus dem Dienst der geistigen Lehrer, welche für uns von Gott dazu bestimmt worden sind, und der „Wolke von Zeugen“, die Würdigbefundenen aus der Zeit des Alten Testaments, welche das irdische Königreich leiten werden. Während des tausendjährigen Königreiches Christi wird die Welt ebenso durch beide einen Vorteil ziehen.

  Übersetzt von Bruder Sven Kruse.