Was er ist, und was er tut

Symbole des Heiligen Geistes

Und er [Gott] gab ihm [Abraham] den Bund der Beschneidung- 
Apostelgeschichte 7:8

(von Carl Hagensick)

Und alsbald, als er von dem Wasser heraufstieg, sah er die Himmel sich teilen und den Geist wie eine Taube auf ihn hernieder fahren. - Markus 1:10  

 Verschiedene Symbole werden in der Bibel benutzt, um den Heiligen Geist darzustellen. Die Taube ist eins. Andere umfassen Wind, Licht, Öl und Feuer. Wenn ein Gegenstand mehrere Symbole hat, durch welche er dargestellt wird, unterstreicht jedes Symbol einen anderen Aspekt dieses Gegenstandes. Einige dieser Unterschiede sind offensichtlich, wiederum andere sind es weniger. Im Falle des Heiligen Geistes beschreiben einige mit ihm verbundene Symbole nicht so sehr, was er ist, sondern was er tut. Hier sind einige dieser Unterscheidungen.

Die Taube

Markus 1:10 verbindet das Bild einer Taube direkt mit dem Heiligen Geist. Obwohl nah verwandt gibt es einen kennzeichnenden Unterschied zwischen einer domestizierten oft grauen Taube und einer nicht domestizierten oft weißen Taube. Die Rückkehr der Tauben zu ihrem Taubenschlag war ein freudiges Zeichen des Frühlings und der Beginn neuen Lebens (Hohelied 2:12). In Jeremia 8:7 ist eine Turteltaube der Vorbote des Gerichts. Das hebräische Wort für Taube ist yohnah und ist abgeleitet von dem Wort anah, dies bedeutet "zu trauern" und zeigt, dass der Name von ihrem charakteristischen traurigen Gurren kommt.

Die Taube war der bevorzugte Vogel für das Opfern, wenn nur ein Vogel gebraucht wurde und wurde üblicherweise zuerst erwähnt, wenn sowohl eine weiße Taube als auch eine graue Taube nötig waren.

Tauben wurden "die Schafe der Vogelwelt" genannt, wegen ihrer sanften Veranlagung. Sie sind bekannt für ihre Treue zu ihren Partnern. Es ist nicht ungewöhnlich für zwei zusammen nistende Tauben, dass die eine den Schnabel des anderen in ihren nimmt, ähnlich wie der Kuss eines Liebenden.

Wegen ihrer Zahmheit, wenn sie eingesperrt sind, und ihres Gebrauchs beim Opfern, war es ihnen erlaubt, frei umherzustreifen, und sie kamen oft in riesiger Anzahl vor, so sehr dass Jesaja 60:8 auf sie Bezug nimmt als ein Kommen wie in Wolken. Wenn sie im Sonnenlicht fliegen, erscheinen ihre Flügel wie Silber und ihr Gefieder wie Gold (Psalm 68:13).

Es gibt zahlreiche Arten von Tauben, jede mit anderen Nistgewohnheiten. Die Turteltaube bevorzugt Garten-Blattwerk, während die Palm-Turteltaube die Höhe der Palmen sucht. Die Bergtaube baut ihr Nest in Felsenklüften (Hohelied 2:14), während andere Arten grüne Täler bevorzugen (Hesekiel 7:16).

Die Taube wird als Darstellung des Heiligen Geistes gebraucht wegen ihrer mitfühlenden Natur. Der Dienst Jesu betonte von Anfang an Mitgefühl für das menschliche Geschlecht. Nicht nur zeigte er dies Mitgefühl durch Heilungen und wundertätige Speisungen der Menge, sondern auch durch seine Bereitschaft, das größte Opfer seines eigenen Lebens zur Erlösung der Menschheit darzubringen.

In einer Bezugnahme auf die Taube in der Bibel, gibt es einen anderen Aspekt zu diesem Symbol. Die Darby-Übersetzung von Jesaja 60:8 spricht von der Taube, dass sie bereitwillig ist, zu ihres Herrn Heim zurückzukehren, Taubenschlag genannt, nachdem sie gezähmt worden ist: „Wer sind diese, die wie eine Wolke geflogen kommen und gleich Tauben zu ihren Taubenschlägen?"

Es ist diese Angewohnheit der Taube, welche eine so wichtige Rolle in der biblischen Schilderung von der Flut in den Tagen Noahs spielt. 1. Mose 8:6-12 sagt uns, dass, nachdem die Arche für 40 Tage auf dem Gebirge Ararat ruhte, Noah einen Raben aussandte, um die Erde zu durchkämmen.  Da es kein heimkehrender Vogel war, kam er nicht zurück zu Noah. Dann sandte Noah eine Taube aus. Sie fand keinen Ruheplatz und kam zurück zu ihrem Partner. Sieben Tage später sandte Noah sie zum zweiten Male aus, und sie kam zurück mit einem Olivenblatt, vielleicht angeregt durch ihren Instinkt, ihren Partner zu ernähren. Sieben Tage später wurde sie nochmals ausgesandt und kehrte nicht zurück. Vielleicht war sie dabei, ein Nest für ihre Familie zubauen.

Ein Artikel in Reprints, Seite 5328 deutet an, dass diese fortschreitenden Erkundungen durch Noah hinweisend waren auf die Erforschung durch den Geist, nach Anzeichen für das Inkrafttreten des Königreiches.

Die erste Erkundung durch die Taube brachte keinen Beweis für das Königreich; die zweite brachte Beweise für einige Früchte; die dritte zeigte, dass die Zeit gekommen war, die Arche zu verlassen.

Obwohl nicht direkt erklärt, ist die Folgerung, dass das erste dieser Geschehnisse für die Wiederkunft des Herrn in 1874 stehen könnte, das Zweite für das Enden der Zeiten der Nationen in 1914, während das Dritte noch zukünftig ist.

Was war die Bedeutung im Aussenden des Raben? Es könnte die Suche nach Beweisen für das neue Zeitalter durch die Miller-Bewegung im neunzehnten Jahrhundert anzeigen. Diese Suche erwies sich als unergiebig, da sie verfrüht war.

Jona

Jesus wendet einige von Jonas Erfahrungen auf sich selbst an: "Denn gleichwie Jonas drei Tage und drei Nächte in dem Bauche des großen Fisches war, also wird der Sohn des Menschen drei Tage und drei Nächte in dem Herzen der Erde sein" (Matthäus 12:40).

Es ist bemerkenswert, dass gerade so wie Jesus buchstäblich für Teile von drei Tagen tot war, sein Leib, die Kirche ins Grab geht in der Zeit von drei Tausendjahr-"Tagen".

Obwohl dies gut passt, verliert der Vergleich seine Stärke, indem Jona vor seiner Verantwortung flieht. Somit bleiben wir zurück mit der Frage, ob es entweder nur die verbrachte Zeit in dem Fisch ist, die Jesus darstellt, oder ob es eine einheitliche Interpretation für die Gesamtheit gibt, welche scheinbare Widersprüche harmonisiert.

Da der Name Jona Taube bedeutet, und eine Taube ein Symbol des Heiligen Geistes ist, mag es eine gute übereinstimmende Interpretation geben. Vielleicht ist das Buch Jona wirklich eine aufgezeichnete Prophetie, um die Rolle des Heiligen Geistes in Gottes Plan darzustellen. Wenn man dies aus dieser Perspektive betrachtet, erscheint folgendes Drama.

Jona Kapitel 1: Das Jüdische Zeitalter

Israel flieht vor Gottes Auftrag, andere zu segnen.

Jona Kapitel 2: Das Evangeliums-Zeitalter

Christus und die Kirche erleiden Verfolgung und sterben.

Jona Kapitel 3: Das Millenniums-Zeitalter

Christus und die Kirche bekehren und segnen die Welt.

Jona Kapitel 4: moralische Lektion

Mitgefühl selbst für die Feinde ist erforderlich, um die Welt zu segnen.

Öl

"Und Mose nahm das Salböl und salbte die Stiftshütte und alles, was darin war, und heiligte sie … Und er goss von dem Salböl auf das Haupt Aarons und salbte ihn, um ihn zu heiligen." (3. Mose 8:10,12)

"Der Geist des Herrn, Jehovas, ist auf mir, weil Jehova mich gesalbt hat, um den Sanftmütigen frohe Botschaft zu bringen" (Jesaja 61:1).

Diese beiden Texte zeigen eine enge Verbindung zwischen dem heiligen Salböl und dem Werk des Heiligen Geistes. Der Olivenbaum war ein Hauptprodukt der damaligen agrarischen Wirtschaft Israels. Olivenöl war eines der am meisten verwendeten Rohstoffe für den Dienst in der Stiftshütte des alten Israels in der Wildnis.

Es wurde zur Salbung genutzt und als Brennstoff für den Leuchter. Es wurde in bestimmte Kuchen eingebacken, die zum Opfern genutzt wurden, oder es wurde ausgegossen über anderen Opfern. Tatsächlich taucht das Wort Öl um die neunzig Mal in den Büchern 2. Mose und 3. Mose auf.

Hier folgen einige Stellen, in denen es eine Parallele zu der Verfahrensweise des Heiligen Geistes zu geben scheint:

Salbung

Der Vorgang der Salbung zeigte die Verleihung von Autorität durch den Geist an, um bestimmte Verantwortungen zu übernehmen.

Könige wurden gesalbt. Nicht nur wurden Israels Könige gesalbt (1. Samuel 10:1, 16:13), sondern auch vom boshaften König Hasael in Syrien wurde als von einem Gesalbten gesprochen (1. Könige 19:15).

Von Cyrus in Persien wird als von einem Gesalbten gesprochen (Jesaja 45:1). Der Brauch der Salbung der Könige war nicht einzigartig von Israel; die el-Amarna Briefe aus Ägypten verzeichnen 37 Vorkommnisse dieser Verfahrensweise.

Priester wurden gesalbt. Bei der Aufrichtung einer Priesterschaft für Israel wurde nicht nur Aaron gesalbt (3. Mose 8:12), sondern auch seine Söhne (4. Mose 3:3). Die Einheit der Salbung der Priesterschaft mit der des Hohenpriesters ist schön in Psalm 133:1-2 ausgedrückt.

Ein Prophet wurde gesalbt. Das einzige biblische Beispiel für die Salbung eines Propheten war, als dem Elia geboten wurde, Elisa zu salben als seinen Nachfolger (1. Könige 19:16).

Jesus wurde gesalbt. Die Salbung in Jesajas 61:1 wird durch Jesus auf ihn selbst angewandt in Lukas 4:18-19. Die gleiche Salbung bevollmächtigt die Kirche als seinen Leib, die Frohe Botschaft in seinem Namen zu verbreiten.

Das war die Anleitung für die Herstellung des Öls, das zur Salbung genutzt wurde: "Und du, nimm dir die besten Gewürze: von selbst ausgeflossene Myrrhe 500 Sekel, und würzigen Zimmet die Hälfte davon, 250, und Würzrohr, 250, und Kassia, 500, nach dem Sekel des Heiligtums, und ein Hin Olivenöl; und mache daraus ein Öl der heiligen Salbung, eine Mischung von Gewürzsalbe, ein Werk des Salbenmischers; es soll ein Öl der heiligen Salbung sein." (2. Mose 30:23-25) Diese vier Gewürze könnten mit den vier Eigenschaften des Heiligen Geistes übereinstimmen, welche in Jesaja 11:2 genannt sind, "Und auf ihm wird ruhen der Geist Jehovas, [1] der Geist der Weisheit und des Verstandes, [2] der Geist des Rates und der Kraft, [3] der Geist der Erkenntnis und [4] Furcht Jehovas." (siehe auch 2. Mose 31:3)

Heilsame Eigenschaften. "Ist jemand krank unter euch? Er rufe die Ältesten der Versammlung zu sich, und sie mögen über ihn beten und ihn mit Öl salben im Namen des Herrn" (Jakobus 5:14).

Das griechische Wort, welches in diesem Vers mit krank übersetzt worden ist, ist astheneo, und bedeutet wortwörtlich "ohne Stärke sein" und könnte sich sowohl auf geistige Depression als auch auf körperliche Krankheit beziehen. Das Wort "krank" in Vers 15 ist das griechische Wort kamnos und wird in Hebräer 12:3 übersetzt mit "ermüdet sein".

Jesaja schrieb über die medizinischen Behandlung, die Öl gebrauchte: "Von der Fußsohle bis zum Haupte ist nichts Gesundes an ihm: Wunden und Striemen und frische Schläge; sie sind nicht ausgedrückt und nicht verbunden, und nicht erweicht worden mit Öl" (Jesaja 1:6). Der gute Samariter "trat hinzu und verband seine Wunden und goss Öl und Wein darauf; und er setzte ihn auf sein eigenes Tier und führte ihn in eine Herberge und trug Sorge für ihn" (Lukas 10:34). Als der Herr die Zwölf je zu zweit aussandte, vollbrachten sie unter anderem das „Austreiben vieler Dämonen, und sie salbten viele Schwache mit Öl und heilten sie" (Markus 6:13).

Es ist aus einem ähnlichen Grund, dass der vertraute Psalm 23 sagt: "Du hast mein Haupt mit Öl gesalbt". Hier kommt eine detailliertere Beschreibung dieser Handlung:

"Bei der Schafhürde ist ein großes Becken mit Olivenöl vermischt mit Gewürzen, und ein großer Krug mit Wasser. Wenn das Schaf durch das Tor geht, untersucht der Hirte jeden Kopf und Körper nach Wunden. Diese werden sorgfällig gereinigt, indem der Hirte seine Hand in das Öl taucht, um die Wunde zu salben. Ein Becher wird in das Wasser getaucht und kommt überlaufend hervor, und das Schaf trinkt, bis es erfrischt ist." (The Herald of Christ`s Kingdom, July/August 1999, Seite 12).

Seife und Reinigungssachen. Verarbeitetes Öl hat die Beschaffenheit von Lotion und wird als Feuchtigkeitscreme genutzt. Mit diesem Balsam diente eine Frau Jesu im Hause des Pharisäers. Jesus sagte: "Du hast mein Haupt nicht mit Öl gesalbt; diese aber hat mit Salbe meine Füße gesalbt" (Lukas 7:46). Ebenso schreibt der Prophet, "Und ich badete dich in Wasser, und spülte dein Blut von dir ab, und salbte dich mit Öl“ (Hesekiel 16:9).

Licht

Vielleicht der bekannteste Gebrauch von Olivenöl ist der als Brennstoff für den goldenen Leuchter im Heiligen der Stiftshütte (2. Mose 35:14). Durch ein Vergleichen von Sacharja 4:1-14 mit Offenbarung 11:1-7 kann erkannt werden, wie diese Lampen funktioniert haben. In Sacharja kommt das Öl für die sieben Lampen des Leuchters von zwei Olivenbäumen, welche in der Offenbarung als Gottes "zwei Zeugen" identifiziert werden (das Alte und das Neue Testament). Die sieben Röhren, welche das Öl herbeiführen, repräsentieren das Mittel zur Beförderung des Öls zu den Lampen, das bedeutet die sieben Sendboten aus Offenbarung 2 und 3.

Die Vorstellung von dem Öl als ein Bild für den Heiligen Geist, welches als Licht verwendet wird, wird auch in dem Gleichnis von den weisen und den törichten Jungfrauen gezeigt (Matthäus 25:1-13). Dort hebt der Vorrat an Öl die eine Gruppe von der anderen ab. Dies verdeutlicht, wie einige Christen mit einer ausreichenden Menge an Heiligem Geist ein Teil der Hochzeitsfeier werden können, während diejenigen, die wenig oder gar nichts haben, dies nicht können.

Wind

Die griechischen und hebräischen Wörter, welche mit "Geist" übersetzt werden (pneuma und ruach), werden entweder auch mit "Wind" oder mit "Atem" übersetzt. [Das griechische Wort, welches mit Atem übersetzt worden ist, ist pnoe (Strong`s 4157) und ist abgeleitet von pneuma (Strong`s 4151). Es ist in Strong`s Konkordanz definiert als „Atmung, ein Atemzug“]. Beide Wörter, Wind und Atem, werden auch in enger Verbindung mit dem Heiligen Geist gebraucht, wie man anhand dieser zwei Texte sehen kann:

"Und als der Tag der Pfingsten erfüllt wurde, waren sie alle an einem Orte beisammen. Und plötzlich geschah aus dem Himmel ein Brausen, wie von einem daherfahrenden, gewaltigen Winde, und erfüllte das ganze Haus, wo sie saßen. [...] Und sie wurden alle mit Heiligem Geiste erfüllt." - Apostelgeschichte 2:1,2,4

"Und als er dies gesagt hatte, hauchte er in sie und spricht zu ihnen: Empfanget den Heiligen Geist!" - Johannes 20:22 

Wind ist vielleicht die erste Darstellung von Gottes Geist, die in der Bibel gefunden werden kann: "Im Anfang schuf Gott die Himmel und die Erde. Und die Erde war wüst und leer, und Finsternis war über der Tiefe; und der Geist Gottes schwebte über den Wassern." (1. Mose 1:1-2). Was dieser "Geist" nun konkret war, ist unbestimmt; einige sehen ihn als eine Form von Energie und andere als einen dahinfegenden Wind.

In diesem Ereignis sehen wir den Beginn des Gebrauchs von schöpferischer Kraft bei der Zubereitung der Erde zur zukünftigen Wohnstätte. Die Worte Gottes, die der Wirksamkeit dieser Kraft zugrunde liegen, sind: "Gott sprach ... und es ward ... " (1. Mose 1:3). Am Pfingsttage sehen wir den Anfang einer anderen Schöpfung, einer neuen Schöpfung. „Daher, wenn jemand in Christo ist, da ist eine neue Schöpfung; das Alte ist vergangen, siehe, alles ist neu geworden" (2. Korinther 5:17).

Wir finden in dem ursprünglichen schöpferischen Vorgang, dass der Atem Gottes die auslösende Kraft war, um Adam das Leben zu geben: "Und Jehova Gott bildete den Menschen, Staub von dem Erdboden, und hauchte in seine Nase den Odem des Lebens; und der Mensch wurde eine lebendige Seele" (1. Mose 2:7). Ebenso ist es der Geist, der den wahren Christen Leben gibt, und es ist der gleiche Geist, der schließlich die ganze Menschheit auferstehen lassen wird vom Grab und sie mit neuem Leben ausstatten wird.

Zungen wie von Feuer

An Pfingsten treffen wir noch eine andere Darstellung des Heiligen Geistes. Einher mit dem Geräusch eines mächtig brausenden Windes "erschienen ihnen zerteilte Zungen wie von Feuer, und sie setzten sich auf jeden einzelnen von ihnen" (Apostelgeschichte 2:3).

Feuer zeigt normalerweise entweder Zerstörung oder Reinigung wie beim Läutern von Metallen an.

Der Ausdruck "Zungen wie von Feuer" erscheint nur hier und in der Schriftstelle Jesaja 5:24 in der Amerikanischen Standart Bibelausgabe (auch in der Deutschen Elberfelder Übersetzung: „Die Zungen des Feuers verzehren die Stoppeln").

Der Ausdruck "Zungen wie von Feuer" in der Apostelgeschichte vermittelt die doppelte Bedeutung, und zwar die des Erleuchtens und die der äußeren Ausdrucksweise dieser Erleuchtung. Das griechische Wort glossa, hier übersetzt mit "Zungen", wird häufig genutzt für Sprache und ist das gleiche Wort, welches sich in Vers 4 auf das Sprechen in Zungen bezieht. (Interessanterweise ist das griechische Wort, welches mit „Mundart“ in Vers 6 und in Vers 8 mit Zungen übersetzt worden ist, dialektos und bedeutet auch "Dialekt"). Der Gedanke ist, dass die verschiedenen „Zungen“ aus einer gemeinsamen hell erleuchtenden Quelle entsprungen sind, ungefähr vergleichbar mit dem Vorbild des Leuchters bei Sacharja, wo das Öl, um die Lampen zu erleuchten, von den zwei Olivenbäumen kam. Der Heilige Geist erleuchtete den Verstand der wartenden Jünger und bevollmächtigte und befähigte sie dann, zu den Juden zu sprechen (oder zumindest von ihnen verstanden zu werden), auch wenn sie aus vielen unterschiedlichen Teilen des Römischen Reiches nach Jerusalem angereist waren.

Verschiedene Symbole für unterschiedliche Erscheinungen 

 Auf diese Weise werden durch diese Symbole die verschiedenen Erscheinungen des Heiligen Geistes gezeigt, welche die Aufgaben des Heiligen Geistes zeigen, die er in unseren Leben spielt:

Taube: Mitgefühl, Mitleid

Öl: Bevollmächtigung, heilende Kraft, Reinigung und Erfrischung

Lichte: Erleuchtung

Wind: Leben gebend, schöpferische Wirksamkeit

Zungen wie von Feuer: Ermächtigung zum Zeugnisgeben, erleuchtende Wahrheit.

Übersetzt von Dorchen Kotoulas und Sven Kruse


„Zungen wie von Feuer“

Diese Salbung mit dem Heiligen Geiste entspricht der Salbung der Hohenpriester und Könige in Israel mit dem heiligen Salböl. Das Öl wurde auf das Haupt gegossen und rann auf den Leib herab. Das Gegenbild dieses Ausschüttens auf das Haupt war die Mitteilung des Heiligen Geistes an unseren Herrn Jesus zur Zeit seiner Weihung im dreißigsten Lebensjahre, als der Vater ihm den Geist „ohne Maß“ mitteilte. (Joh. 3:34) Nachdem Pfingsten gekommen und unser verherrlichtes Haupt vor dem Vater erschienen war, um für die Sünden seines „Hauses“ Versöhnung zu schaffen, „hat er ausgegossen dies“, den heiligen Pfingstgeist, so seine Herauswahl taufend. Dies bezeichnete ihre Annahme bei ihm und dem Vater, als Glieder seiner Herauswahl, seines Leibes, Glieder der Neuen Schöpfung. Seine Herauswahl, sein Leib, hat seither existiert, und der Heilige Geist blieb in und auf ihr. Jedes hinzugefügte Glied vergrößert die Ekklesia, die da ist sein Leib, und erhält Anteil an der einen Taufe des Geistes, die dem Leib, der Herauswahl, gehört und ihn durchdringt.“ – Auszug aus dem sechsten Schriftstudienband, Studie 10.