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Im Neuen Testament Eine Neue Schöpfung „Daher, wenn jemand in Christus ist, da ist eine Neue Schöpfung; das Alte ist vergangen, siehe, alles ist neu geworden.“ – 2. Korinther 5:17 Phillip Mosley In dem Übergang vom jüdischen zum Evangeliumszeitalter finden wir eine Veränderung in der Wirksamkeit der unsichtbaren Kraft Gottes, „Heiliger Geist“ genannt. Petrus berichtet uns darüber, dass die Propheten von früher das gesprochen haben, wozu sie durch den Heiligen Geist veranlasst worden waren (1. Petrus 1:21). Gott inspirierte diese Männer, um das zu reden, was ihm wohl gefiel. Dennoch verstanden sie nicht immer das, was sie sagten. Jesus bemerkte: „Viele Propheten und Gerechte haben begehrt zu sehen, was ihr anschaut, und haben es nicht gesehen; und zu hören, was ihr höret, und haben es nicht gehört“ (Matthäus 13:17). Wir mögen es als einen Segen betrachten, in der Zeit zu leben, in welcher Gott diejenigen beruft, welche sein Haus bilden werden (Apostelgeschichte 15:14). Paulus sagt: „Er hat uns das Geheimnis seines Willens kundgetan nach seinem Wohlgefallen, das er sich vorgesetzt hat in sich selbst für die entsprechende Hinausführung in der Fülle der Zeiten: Alles unter ein Haupt zusammenzubringen in dem Christus, das, was im Himmel ist, und das, was auf der Erde ist“ (Epheser 1:9,10). Die Verheißung an Abraham Durch dieses Haus wird Gott seine Verheißung erfüllen, die er vor so langer Zeit dem treuen Abraham gemacht hat: „Ich schwöre bei mir selbst, spricht der Herr, dass, weil du dieses getan und deinen Sohn, deinen einzigen, mir nicht vorenthalten hast, ich dich reichlich segnen und deinen Samen sehr mehren werde, wie die Sterne des Himmels und wie der Sand, der am Ufer des Meeres ist; und dein Same wird besitzen das Tor seiner Feinde; und in deinem Samen werden gesegnet werden [wörtlich: werden sich segnen] alle Nationen der Erde, darum, dass du meiner Stimme gehorcht hast“ (1. Mose 22:16-18). Paulus spricht von dieser Verheißung und gibt uns einen Hinweis, in welcher Art und Weise die Verheißung sich auf diejenigen bezieht, welche im Evangeliumszeitalter leben: „Wenn ihr aber Christi seid, so seid ihr denn Abraham Same und nach Verheißung Erben“ (Galater 3:29). Selbstverständlich lautete die Verheißung, dass dieser Same alle Nationen oder Geschlechter der Erde segnen wird. Die Erfüllung dieser Verheißung ist noch zukünftig. Gemäß der Bibel wird es eine Zeit geben, in welcher Satan gebunden sein und nicht in der Lage sein wird, die Menschheit zu betrügen. Während der tausendjährigen Herrschaft Christi werden diejenigen, welche Gott aus den Menschen in diesem Zeitalter heraus berufen hat, das Vorrecht haben, an diesem Segenswerk mit Christus teilzuhaben: „Glückselig und heilig, wer teilhat an der Ersten Auferstehung! Über diese hat der Zweite Tod keine Gewalt, sondern sie werden Priester Gottes und des Christus sein und mit ihm herrschen tausend Jahre“ (Offenbarung 20:6). Diejenigen, die teilhaben an der Ersten Auferstehung, sind diejenigen, welche das Haus bilden werden, von welchem Gott wünscht, dass sie teilhaben an seinem Werk in seinem Königreich bis in die Ewigkeit hinein. Diese sind der geistige Same Abrahams. Zwei Auferstehungen Die Offenbarung spricht von ihnen, dass sie teilhaben an der Ersten Auferstehung. Wenn es eine Erste Auferstehung gibt, dann gibt es mindestens auch eine zweite Auferstehung. Jesus sprach von zwei Auferstehungen: „Wundert euch darüber nicht, denn es kommt die Stunde, in welcher alle, die in den Gräbern sind, seine Stimme hören und hervorkommen werden: die das Gute [gute Taten] getan haben zur Auferstehung des Lebens, die aber das Böse [böse Taten] verübt haben zur Auferstehung des Gerichts“ (Johannes 5:28,29). Diejenigen der Ersten Auferstehung werden durch Jesus als solche beschrieben, welche gute Taten vollbracht haben. Aber beachte, er spricht von einer anderen Auferstehung, einer „Auferstehung zum Gericht." Gottes Gerichtstag dauert eintausend Jahre (2. Petrus 3:7,8). Nachdem Satan gebunden sein wird, wird die Menschheit eine Gelegenheit erhalten, die Wahrheit kennenzulernen. Gott wünscht, dass alle Menschen errettet werden und zu einer genauen Erkenntnis der Wahrheit kommen (1. Timotheus 2:4). Unsere Augen des Verständnisses sind jetzt für eine bemerkenswerte Wahrheit geöffnet, welche in dem Mittelalter verborgen gewesen war. Die Bibel lehrt in der Tat, dass es zwei Auferstehungen gibt: eine geistige und eine irdische. Paulus schreibt: „Der erste Mensch ist von der Erde, von Staub; der zweite Mensch vom Himmel. Wie der von Staub ist, so sind auch die, welche von Staub sind; und der Himmlische, so sind auch die Himmlischen“ (1. Korinther 15:47,48). Gottes ursprünglicher Plan ist nicht fehlgeschlagen. Gott sagte zu Adam und Eva im Garten: „Seid fruchtbar und mehret euch und füllet die Erde und machet sie euch untertan; und herrschet über die Fische des Meeres und die Vögel des Himmels und über alle Tiere, die sich auf der Erde bewegen“ (1. Mose 1:28). Gott sagte durch einen seiner Propheten von alters her: „So wird mein Wort sein, das aus meinem Mund hervorgeht: Es wird nicht leer zu mir zurückkehren, sondern es wird ausrichten, was mir gefällt, und [die Angelegenheit] durchführen, wozu ich es gesandt habe“ (Jesaja 55:11). Wenn richtig verstanden, dann können wir erkennen, wie es in der Tat wundervoll sein wird, wenn jeder gesegnet werden wird in Gottes rechter Zeit. Welch ein Vorrecht wird es für diejenigen sein, welche den himmlischen geistigen Samen Abrahams bilden werden und teilhaben werden mit Christus in der Austeilung der Segnungen an die Welt der Menschheit, wenn sie zurückkommen wird zum Leben in einer irdischen Auferstehung. Von neuem geboren Wie wird jemand ein Teil des geistigen Samens? Nikodemus, ein Oberster der Pharisäer, war neugierig. Er kam bei Nacht zu Jesus und gab zu, dass Jesus ein Lehrer von Gott gesandt sein muss, weil niemand solche Wunder vollbringen könne, es sei denn Gott mit ihm. Danach sagte ihm Jesus: „Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Es sei denn, dass jemand von neuem geboren werde, so kann er das Reich Gottes nicht sehen“ (Johannes 3:3). Nikodemus verstand diese Darstellung des Ereignisses nicht, welches für den Einzelnen stattfinden muss, um eine Veränderung der Natur vom Irdischen zum Himmlischen zu erleben. Nikodemus war nicht allein. Viele vornehme Leute haben das ganze Evangeliumszeitalter hindurch diese Worte von Jesus ebenfalls falsch verstanden. Einige Verwirrung stammt aus der Tatsache, dass das griechische Wort gennao in diesem Vers mit „geboren“ übersetzt worden ist, es jedoch ebenso richtig mit „gezeugt“ übersetzt werden könnte. Das Wort gennao wird 39 mal in den ersten 16 Versen in Matthäus benutzt und jedes Mal ist es richtigerweise mit „zeugte“ übersetzte worden. Hätten die Übersetzer anstatt des Wortes „geboren“ das Wort „gezeugt“ benutzt, wäre das, was Jesus dem Nikodemus erklärte, besser verständlich. Genauso wie ein Embryo im Mutterleib gezeugt wird und bis zur Geburt heranwächst, so geschieht es mit dem Einzelnen, welcher ein geistiger Sohn Gottes wird. Paulus sagt: „Daher, wenn jemand in Christus ist, da ist [er] eine Neue Schöpfung; das Alte ist vergangen, siehe, alles ist neu geworden“ (2. Korinther 5:17). Diese Neue Schöpfung wird durch das Wort der Wahrheit und durch die Kraft des Heiligen Geistes gezeugt (siehe 1. Petrus 1:3,22,23). Weil es zwei Errettungen gibt, werden diejenigen, welche zu diesem neuen geistigen Leben gezeugt worden sind, als geistige Söhne Gottes gerechnet. Ihre Hoffnungen, Bestrebungen und Ziele haben ihren Mittelpunkt in der geistigen Phase des Königreiches Gottes (Römer 8:14-25). Die tatsächlichen Geburten dieser Neuen Schöpfungen ereignen sich bei dem Tode ihrer irdischen Leiber. Geradeso wie Jesus aus dem Tode als ein Geistwesen auferweckt worden ist, so wird es für diejenigen sein, welche durch den Heiligen Geist gezeugt worden sind. Der Apostel Johannes schrieb: „Sehet, welch eine Liebe uns der Vater gegeben hat, dass wir Kinder Gottes heißen sollen! Deswegen erkennt uns die Welt nicht, weil sie ihn nicht erkannt hat. Geliebte, jetzt sind wir Kinder Gottes, und es ist noch nicht offenbar geworden, was wir sein werden; wir wissen, dass, wenn es offenbar werden wird, wir ihm gleich sein werden, denn wir werden ihn sehen, wie er ist“ (1. Johannes 3:1,2). Sünde bleibt eine Möglichkeit Einige meinen irrtümlicherweise, dass es für jemanden, der von neuem gezeugt worden ist, es nicht möglich ist zu sündigen. Dies kommt aus einem Missverständnis folgender Worte: „Jeder, der aus Gott gezeugt ist, tut nicht Sünde, denn sein Same bleibt in ihm; und er kann nicht sündigen, weil er aus Gott geboren ist“ (1. Johannes 3:9). Obwohl die Neue Schöpfung nicht sündigt, bleibt sie in einem fleischlichen Leib bis zu der tatsächlichen Geburt dieser Neuen Schöpfung als ein Geistwesen. Das Fleisch ist den Dingen des Geistes entgegengesetzt: „Das Fleisch gelüstet wider den Geist, der Geist aber wider das Fleisch; diese aber sind einander entgegengesetzt, auf dass ihr nicht das tut, was ihr wollt“ (Galater 5:17). Es geschieht durch Gottes Gnade und durch die Zurechnung des Verdienstes Jesu, dass irgendjemand in Gottes Augen als gerecht angesehen wird. Außer Jesus ist kein Mensch ohne Sünde: „Wie geschrieben steht: Da ist kein Gerechter, auch nicht einer“ (Römer 3:10). Wenn wir verstehen, was es bedeutet, geistgezeugt zu sein, können wir sehr einfach die Schriftstellen in Harmonie miteinander bringen. Derselbe Apostel, welcher schrieb: „Jeder, der aus Gott gezeugt ist, tut nicht Sünde“ (1. Johannes 3:9), schrieb auch: „Meine Kinder, ich schreibe euch dieses, auf dass ihr nicht sündigt; und wenn jemand gesündigt hat – wir haben einen Fürsprecher bei dem Vater, Jesus Christus, den Gerechten. Und er ist die Sühnung für unsere Sünden, nicht allein aber für die unseren, sondern auch für die[jenigen der] ganzen Welt“ (1. Johannes 2:1,2). Die Geistgezeugten des Evangeliumszeitalters kämpfen gegen das Fleisch, um soweit als möglich Ebenbilder ihres Herrn und Heilandes Jesus zu werden. Es ist fortwährender Kampf, welcher der ganzen Waffenrüstung Gottes bedarf (Epheser 6:11-13). Wie Paulus den Timotheus ermutigte, so müssen diese den guten Kampf des Glaubens kämpfen (1. Timotheus 6:12). Petrus ermahnte sie mit den Worten: „Indem ihr allen Fleiß anwendet, reichet in eurem Glauben die Tugend (moralische Vorzüglichkeit) dar, in [eurer] Tugend die Erkenntnis, in [eurer] Erkenntnis die Enthaltsamkeit (Selbstbeherrschung), in [eurer] Enthaltsamkeit das Ausharren, in [eurem] Ausharren die Gottseligkeit, in [eurer] Gottseligkeit die Bruderliebe, in [eurer] Bruderliebe die Liebe. Denn wenn diese Dinge [Charaktereigenschaften] bei euch sind und reichlich vorhanden, so stellen sie euch nicht träge noch fruchtleer hin bezüglich der [wahren] Erkenntnis unseres Herrn Jesus Christus“ (2. Petrus 1:5-8). Eine Neue Schöpfung Diese Geistgezeugten sind in der Tat eine Neue Schöpfung. Geradeso wie die Mehrheit der Menschen nicht weiß, dass Jesus der Sohn Gottes war, so erkennen sie nicht, dass es heutzutage Neue Schöpfungen in Christus gibt, einzelne Personen, welchen Gott eine besondere Aufgabe übertragen hat. Paulus beschreibt diese Aufgabe als einen Dienst der Versöhnung: „Alles ist von Gott, der uns mit sich selbst versöhnt hat durch Christus und hat uns den Dienst der Versöhnung gegeben, nämlich, dass Gott in Christus war, die Welt mit sich selbst versöhnend, ihnen ihre Übertretungen nicht zurechnend, und hat in uns das Wort der Versöhnung niedergelegt“ (2. Korinther 5:18,19). Diese sind der geistige Same Abrahams. Sie werden Anteil haben mit Christus bei der Segnung aller Geschlechter der Erde. Gott hat diese lange zuvor dem Abraham verheißen, und es ist unmöglich, dass er lügt (Hebräer 6:18; Titus 1:2). Es ist Gottes Plan, die Welt der Menschheit durch den Christus zu segnen, Haupt und Leib. In der Zwischenzeit wissen wir, dass „die ganze Schöpfung zusammen seufzt und zusammen in Geburtswehen liegt bis jetzt. Nicht allein aber sie, sondern auch wir selbst, die wir die Erstlinge des Geistes haben, auch wir selbst seufzen in uns selbst, erwartend die Sohnschaft: Die Erlösung unseres Leibes“ (Römer 8:22,23). Übersetzt von Bruder Sven Kruse
Auszug aus dem Herald von November 1937, Seite 166: „Leben aus dem Tode Einigen mag vielleicht der Gedanke, dass der Weg zum Leben nur durch den Tod möglich ist, zu geheimnisvoll erscheinen. Ein tieferer Einblick in die Schlussfolgerung des Apostels zeigt jedoch sehr deutlich, dass die voraussichtliche Neue Schöpfung durch den Prozess des Todes der alten Natur hindurchgehen muss, sowie durch den Prozess einer geistigen Zeugung zu einer neuen Natur: Das Alte muss sterben und alles muss neu werden. Der Tod bedeutet in der Tat den Tod der Seele, und häufig ist dies mit vielen Schmerzen verbunden. Die Zeugung aus dem Geist geschieht sofort zu dem Zeitpunkt der Weihung und der Annahme des Leibes als ein lebendiges Opfer. Aber die Verwandlung ist ein Wachstumsprozess, welcher niemals enden wir, solange der Opferer sich auf dieser Seite des Vorhanges befindet. Es ist, wie der Apostel an anderer Stelle lehrt, vollständig eine Angelegenheit des Willens, indem sich jemand völlig unter den Einfluss des Heiligen Geistes stellt und es Gott erlaubt, die Verwandlung zu bewirken durch die Erneuerung der Gesinnung. Dieser Gedanke wird in Römer 6 durch die Erklärung unterstützt: „Haltet euch der Sünde [gegenüber] für tot … Lasst nicht die Sünde in eurem sterblichen Leben herrschen … stellet auch nicht eure Glieder der Sünde dar zu Werkzeugen der Ungerechtigkeit.“ Diese und andere Schriftstellen zeigen die Notwendigkeit eines anhaltenden Zustandes der Ergebenheit, der Demut und der Belehrbarkeit. Dann wird sich kundtun, dass diese Entwicklung der Neuen Schöpfung die Gnadengabe Gottes ist, und zwar durch die Gnade Gottes und nicht auf Grund persönlicher Würdigkeit, so dass kein Mensch sich rühmen kann.“
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